News | 22.05.2023 | Pressemeldung
NEUER BLICK AUF IMMUNSYSTEM DES GEHIRNS

Autismus verstehen durch Organoide

Mikroglia-Zellen spielen für das Immunsystem des Gehirns eine große Rolle, lassen sich aber schlecht studieren. Forschenden ist es jetzt gelungen, mit Organoiden die Entstehung des Gehirns und seines Immunsystems nachzustellen. Mit solchen Mini-Versionen einzelner Hirnzellverbünde konnten sie Veränderungen untersuchen, die bei einer bestimmten Form von Autismus-Spektrum-Störung auftreten.
 Simon Schäfer in his lab in front of a microscope
Simon Schäfer, Professor für Advanced Organoid Technologies for Mental Health Research (TUM)

Im Gehirn sorgen Mikroglia unter anderem dafür, dass beschädigte Nervenzellen zerstört und ihre Überreste abgebaut werden. Sie können aber auch das Wachstum von Neuronen fördern. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle für die Entstehung des Gehirns, jedoch auch für Erkrankungen des Nervensystems.

Vieles über die Funktionsweise von Mikroglia ist bislang unbekannt. Ein Grund dafür ist, dass sie sich unter Laborbedingungen grundsätzlich anders verhalten als im menschlichen Körper. Ein internationales Forschungsteam, an dem Simon Schäfer, Professor für Advanced Organoid Technologies for Mental Health Research an der Technischen Universität München (TUM), maßgeblich beteiligt war, schildert im Fachmagazin „Cell“ einen Lösungsansatz für dieses Problem.

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