News | 07.10.2026 | Nachrichten

Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der deutschen Exzellenzcluster, darunter auch SyNergy, trafen sich am 5. und 6. Oktober 2026 in Tübingen.

Was braucht es, um ein Exzellenzcluster zu leiten? Niemand weiß das besser als die Menschen, die diese Aufgabe jeden Tag tun. 95 Personen. Über 60 Cluster. 29 Städte. Zwei Tage.

Einige leiten ihr Cluster bereits seit Jahren. Andere erst seit Januar. Genau diese Mischung war das Ziel: der Austausch darüber, was funktioniert, was nicht funktioniert und wen man beim nächsten Mal anrufen kann.

Und es funktioniert – seit über zehn Jahren! Eine gemeinsame Initiative aller Cluster mit jährlichen Treffen. Bekannte Gesichter freuten sich über das Wiedersehen, neue Kolleginnen und Kollegen wurden sofort herzlich aufgenommen mit vielen offenen Diskussionen.

Einige der diskutierten Fragen:

– Wie plant man mit jährlichen Budgets?

– Wie unterstützt man Forschende in der frühen Karrierephase?

– Wie macht man aus einem Cluster eine echte Gemeinschaft?

– Wie baut man Strukturen auf, die von Dauer sind?

– Wie wird Chancengleichheit zur täglichen Praxis?

– Wie behält man den Überblick über Daten und Publikationen?

Zwei Keynotes erweiterten den Blickwinkel:

– Prof. Dr. Frank Ziegele (Geschäftsführer des CHE Centrums für Hochschulentwicklung) sprach über Wissenschaftsmanagement als eigenständigen Beruf und nicht mehr nur als Notlösung. Er sieht die Cluster als Vorreiter bei der fächerübergreifenden Forschungssteuerung und als Vorbild dafür, wie Universitäten insgesamt geleitet werden könnten.

– Dr. Henrike Hartmann (Leiterin des Bereichs Förderung der VolkswagenStiftung) sprach zum Thema „Science at Risk“ (Wissenschaft unter Druck): warum Stiftungen in Zeiten knapper werdender Mittel und wachsenden politischen Drucks wichtig sind. Sie sprach über autoritäre Bedrohungen der akademischen Freiheit und zeigte auf, wie die VolkswagenStiftung dazu beiträgt, die Wissenschaft widerstandsfähiger zu machen: als Stimme für die freie Forschung, als Brücke zur Gesellschaft und als Förderin mutiger sowie kreativer Ideen durch ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten.