News | 12.03.2020 | Pressemeldung

Automatische Analyse der Gefäße des gesamten Gehirns – Kombination biochemischer Methoden und Künstlicher Intelligenz macht feinste Gefäße sichtbar

Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und des US-Unternehmens Denali Therapeutics haben einen Ansatz entwickelt, um Immunzellen des Gehirns so zu stimulieren, dass sie möglicherweise einen besseren Schutz vor der Alzheimer-Erkrankung bieten. Sie berichten darüber im Fachjournal „EMBO Molecular Medicine“. Diese Forschungsergebnisse könnten letztlich die Entwicklung neuer Therapien gegen die Alzheimer-Erkrankung ermöglichen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler identifizierten einen bestimmten Antikörper, der an die Immunzellen des Gehirns bindet. Dadurch wird deren Aktivität so stimuliert, dass sie langlebiger sind, sich schneller teilen und Fremdstoffe leichter aufspüren. Bei Mäusen mit alzheimerähnlichen Krankheitssymptomen zeigte sich, dass Ablagerungen von Proteinen - sogenannte Plaques - besser erkannt und schneller abgebaut wurden. Die berüchtigten „Plaques“ zählen zu den Merkmalen der Alzheimer-Erkrankung. Sie stehen im Verdacht, Nervenschäden zu verursachen.